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Samstag, 26. März 2016

Das Bad im Glück

Wie versprochen folgt nun die Fortsetzung meiner Buchmesse-Erlebnisse.
Tag 2 begann früh um 5 Uhr für mich, da mich die Aufregung aus dem Bett zog. Während ich erstmal wach wurde, standen nach und nach meine Unterkünftler auf und auch meine Freundin Sonja, die mich an diesem Tag auf die Messe begleiten wollte - und zwar als das Cosplay Kummer aus "Alles steht Kopf". Nach dem Frühstück schminkten wir Sonja und machten uns (sie in diesem Falle blau gefärbt) auf den Weg. Schon vor der Messe wurde sie immer wieder angestarrt und Leute zeigten auf sie. Mal erstaunt, mal entsetzt, mal fragend, mal freudig. Alles dabei.
Auf der Messe selbst wurde Sonja etliche Male angesprochen, umarmt, fotografiert - und ich watschelte mehr oder minder als ihr persönlicher Fotograf hinterher. Gerade Kinder reagierten wahnsinnig positiv auf sie und freuten sich, sie zu sehen. Wenige erkannten sie nicht und fragten, ob der Erinnerungsball, den sie als Kummer mit sich herumtrug, eine Wahrsagekugel war. Nein, war sie nicht, aber zusammen mit Michaela vom Wunderwaldverlag heckten wir eine Marketingstrategie aus, wie sich diese Frage für Sonja rentieren könnte. Vielleicht setzen wir sie nächstes Jahr ja um ;).
Auch besuchten wir wieder den Verlagsstand ohneohren, den Art Skript Phantastik Verlag, den Wölfchen Verlag, schlenderten auch beim Verlag Torsten Low vorbei, bei dem Sonja sich sogar ein Buch zulegte. Bei WerkZeugs kaufte ich mir Kai Meyers drittes Buch "Seiten der Welt" - und stellte fest, dass mein Portemonnaie verschwunden war. Blöd gelaufen. Sonja half mir glücklicherweise aus und meine Unterkunftsmama bestätigte, dass es bei ihr lag. So konnte ich sichergehen, dass ich es nicht verloren hatte. Kurz trafen wir noch Tom Daut, der an diesem Tag eine Lesung aus einem anderen Buch hielt und ich freute mich, ihn endlich mal persönlich zu treffen.
Ich erhielt noch einige Bücher vom Papierverzierer Verlag, den wir auch gleich noch besuchten. Ich ließ die Unmengen an Büchern dort verstaut in einer Tasche und nach 4 Stunden, in denen wir vergeblich versucht hatten, uns von Halle 2 und 3 loszueisen, um in Halle 1 zu gelangen, wo die Manga- und ComicCon stattfand, gelangten wir schließlich dorthin. Es war der Himmel für Geeks wie Sonja und mich. Merchandise ohne Ende, so weit das Auge reicht. Kram aus Japan, Frankreich, den USA, Deutschland ... ich hätte die halbe Halle leer kaufen können. Wir deckten uns und unsere Freunde mit Doctor Who-Postern ein, ich ergatterte für Freund, Mutti und Bruder noch jeweils einen Button, schwärmte für Wackelköpfe, Perücken, Links Schild, Minecraft-Waffen, Kontaktlinsen, T-Shirts (wo verdammt war eine T-Shirt-Kanone, wenn man eine brauchte?), Schmuck, Sticker ... und und und. Sonja kaufte sich noch einen Adipose-Schlüsselanhänger und nahm unserer Freundin Süster einen Groot mit. Erwähnte ich schon, dass ich im Himmel war? Ja? Macht nichts, man kann es gar nicht oft genug sagen.
Nachdem Sonja und ich bei diversen Cosplays ausrasteten, uns mit ihnen fotografieren lassen mussten oder zu kleinen schüchternen Mädchen mutierten, weil unsere Helden quasi so n bisschen live vor uns standen, trafen wir auch noch auf Wut, Angst und Freude aus "Alles steht Kopf". Ein Mini-Shoot war Pflicht. Wir fanden heraus, dass die drei noch auf ihre Kummer und Ekel warteten, da sie eine professionelle Cosplay-Truppe waren. HIER könnt ihr sie gerne mal besuchen. 
Eine verschüttete Nudelpackung später aßen wir, während wir einem Sailor Moon-Konzert lauschten und watschelten schon mit recht runden Füßen zurück in Halle 2. Wir unterhielten uns mit diversen Verlegern, Autoren, Bloggern - alles, was uns vor die Füße und die Kamera lief. Weitere Cosplays wurden mit uns gefotoshootet, Leseproben, Lesezeichen und Postkarten landeten in unseren Beuteln, bis es schließlich auf 17 Uhr zuging und wir uns nach einem Kaffee am Wölfchen Verlag auf die Beine machten. Sonja und ich trennten uns, da sie zur einer Verlosung in Halle 1 musste und ich in Halle 3 ein Bloggertreffen bei meinem Verlag hatte. Jetzt ging der Spaß erst richtig los!
Während der liebe Verleger Schemajah Schuppmann Kaffeelikör ausschenkte (echt mal, der brennt jetzt noch! :D), traf ich endlich alle meine Kolleginnen von #geheimprojekt26 in der Realität. Zwar konnte eine Kollegin nicht dabei sein, da sie eine Lesung hatte, doch früher am Tag konnte ich ihr einmal kurz um den Hals fallen, ehe wir weiter mussten. Ich ließ meine Bücher signieren, steckte ein paar Visitenkarten ein, lernte Elena von Elenas ZeilenZauber kennen (wirklich sehr lieb und eine klasse Fotografin, denn ich drückte ihr ständig meine Kamera in die Hand) und genoss den Austausch mit anderen Buchverrückten. Joachim Sohn musste im Stehen mein Exemplar von Sunnie & Polli signieren, viel zu wenig Zeit blieb, um mich mit ihm mal richtig auszutauschen. Auch für große Unterhaltungen mit anderen blieb nicht arg viel Zeit, sodass wir irgendwann dazu übergingen, den Moment festzuhalten und uns als #geheimprojekt26 positionierten. So entstanden viele, viele Bilder, die ich mir immer noch gerne anschaue.
Leider musste ich dann auch bald los, da die Messe ja um 18 Uhr schließt. Nach einer Stunde Stau kam ich auch wieder in meiner Unterkunft an und musste den Besuch am nächsten Tag aufgrund von Krankheit leider ausfallen lassen. Hach, wie gern hätte ich noch so einen wunderbaren Tag gehabt!

FAZIT zur LBM 2016
Es war das reinste Bad im Glück. Ich habe so viele liebe, nette, tolle Menschen getroffen, kennen gelernt und mich mit ihnen unterhalten, habe derart tolles Feedback bekommen (nicht nur zu meinen Texten, sondern auch zur meiner Person *blush*), dass ich keinen Tag, keine Stunde missen will. Es war ein 12-Stunden-Rausch mit allen Gefühlen dabei und Freitag sogar mit Kummer an meiner Seite. Verlagsstände? Nach neuen Büchern Ausschau halten? Hat mich gar nicht so sehr gereizt. Die Menschen waren es, die die LBM für mich unvergesslich machen. Danke an alle!

Nächste Woche gibt es wieder den regulären Eintrag am Sonntag.
Bis dahin gehabt euch wohl und habt eine tolle Woche!
Eure Lucia

Sonntag, 20. März 2016

Meine Buchmesse-Erfahrung Teil I

Entgegen der Erwartung, keine Zeit mehr zu haben, kann ich doch noch ein bisschen erübrigen. Also bleibt mir hier in Leipzig nun die Aufgabe, mein Versprechen zu halten und dieses Blog jeden Sonntag mit ein wenig Leben zu füttern.
Um 5 Uhr morgens am Donnerstag ging es für mich und eine gute Freundin los Richtung Leipzig. Wir legten zwei Pausen ein, die ganz entspannt verliefen, und kamen nach 520 Kilometern auch tatsächlich in unserer Unterkunft an. Hier wurden wir von drei quirligen Kindern und zwei lieben Erwachsenen begrüßt (Freunde meiner Freundin, jaja, ich weiß, wie das wieder klingt, ist aber keine Urban Legend ;)). Gut versorgt und frisch gepudert machten wir uns auf den Weg zur Messe. Die stürmte ich dann allein, denn wenn zwei Freundinnen sich jahrelang nicht sehen, haben sie viel zu besprechen. Glücklicherweise habe ich mich selbst Richtung Messe abgeschoben.
Zuerst landete ich in Halle 2 und war noch recht durch den Wind von der langen Fahrt. Doch schnell orientierte ich mich und landete in Halle 3, um "meinen" Verlagsstand zu besuchen. Den Papierverzierer Verlag fand ich auch recht zügig und als ich Verleger und Autoren erblickte ... machte ich kehrt und lief in die entgegengesetzte Richtung. Ach herrje, da übermannte mich die Unsicherheit. Was soll das denn? Wo kam die denn her? Die meisten kenne ich virtuell seit Jahren und lief davon wie ein Kleinkind? Nachdem ich mir selbst ins Gewissen geredet hatte, drehte ich um und stellte mich dem kleinen Auflauf. Stotternd und ein wenig schlotternd stellte ich mich vor und war verwirrter denn je. Vielleicht hätte ich mir nach der langen Fahrt doch ein wenig mehr Ruhe gönnen sollen. Ich schüttelte ein paar Hände, wartete darauf, dass mir Gespräche zuflogen oder ich irgendetwas beitragen konnte, aber nein. Mein Hirn schaltete auf Autopilot, ich selbst hatte nix mehr zu melden. Und mein Hirn auf Automatik bringt nicht viel hervor. Zombiealarm. Glücklicherweise hab ich niemanden gebissen.
Ich machte mich davon, um noch ein paar andere Stände zu besuchen und irgendwo zwischen Halle 3 und 2 fand ich dann die Sprache wieder, die ich schnell mit der lieben Verlegerin Michaela Stadelmann vom Wunderwaldverlag austesten konnte. Wir quatschten uns so fest, dass ich beinah gar nimmer weg wollte, aber ich hatte anderen ja noch versprochen, ebenfalls vorbeizuschauen. Also eiste ich mich schweren Herzens irgendwann los und hüpfte zum Stand des Verlags ohneohren, wo ich ein wenig ungläubig und herzlich von Verlegerin Ingrid Pointecker umarmt wurde. Ja, ich war tatsächlich da. Nach einem kleinen Plausch und dem persönlichen Treffen mit Autor Fabian Dombrowski, dessen Schaffen ich seit einigen Jahren verfolge, watschelte ich weiter zum Wölfchen Verlag und machte prompt mit Verlagsleiter Alfons Seeboth eine kleine Pause. So konnte ich ein wenig zu Atem kommen und dann weiter über die Messe stromern.
Wieder zurück an "meinem" Stand sprang mein Hirn nicht wieder auf Autopilot und so schaffte ich es, mich wohl zu fühlen, diverse Autorenkollegen zu begrüßen, Hände zu schütteln und zu lachen. Ein kleiner Plausch zwecks Superheldenumziehmöglichkeiten, seitdem die Telefonzellen abgebaut wurden, ergab sich noch mit Autor Martin Ulmer, sodass für philosophische und theoretische Nahrung gesorgt war.
Abends holte mich meine Freundin von der Messe ab, nachdem ich mich durch die Hallen und einem kleinen Umweg, den ich vermeintlich als Abkürzung zu erkennen glaubte, etwas verspätete. Total abgewetzt aber superglücklich kam ich vom ersten Messetag zurück in mein Übergangsheim und schlief recht schnell mit einem Grinsen im Gesicht ein.

Ich versuche Messetag 2 sobald wie möglich für euch niederzuschreiben, aber jetzt geht es bald auf Richtung Heimat, sodass mir nicht mehr viel Zeit bleibt. Der Laptop will schließlich noch verstaut werden.

Bis dahin,
Eure Lucia

Sonntag, 13. März 2016

Leipziger Buchmesse 2016 - Ich bin dabei!

Hallo meine lieben Leserlis!

Heute kann ich euch verraten, dass ich nächste Woche auf der Leipziger Buchmesse anzutreffen bin - und zwar von Donnerstagnachmittag bis circa Sonntagmittag. Ich freue mich schon wahnsinnig auf die Reise nach Leipzig, weil ich noch nie auf einer Buchmesse war. Und ja, dann ist die LBM der richtige Start, denke ich.
Ich bin schon ganz gespannt auf meine Autorenkollegen, denn die meisten kenne ich noch nicht persönlich, auf viele neue oder auch bekannte Gesichter, auf die mir bekannten Blogger, auf die Verlage, die Goodies, die Lesungen, die Meet & Greets - und natürlich auf viele, viele Bücher und dazugehörige Bücherwürmer. Ein bisschen fangirling wird auch dazugehören, schließlich sind auch ganz große Autoren mit am Start, die ich schon seit Jahren - ach was, mindestens ein Jahrzeht lang - anhimmle. Vielleicht sollte ich ein Sauerstoffzelt mitnehmen für den Fall der spontanen Schnappatmung ;).
Ein Besuch beim Papierverzierer Verlag ist natürlich Pflicht, aber auch den Verlag ohneohren muss ich "heimsuchen" und weiterhüpfen zum Art Skript Phantastik Verlag. Letzterer hat dieses Jahr wie ich finde phänomenale Goodies, die ich genauer in Augenschein nehmen muss. Natürlich besuche ich nicht nur diese drei Stände, sondern wusele über die gesamte Messe. Vier Tage sollten genug Zeit sein, um zumindest den einen oder anderen Eindruck zu gewinnen.
Nun hibble ich ein bisschen weiter vor mich hin, ehe eine sehr gute Freundin und ich Donnerstag in aller Früh aus Norddeutschland losfahren (4 Uhr morgens? Ihr erkennt mich an den Augenringen!).
Nächste Woche Sonntag gibt es wahrscheinlich keinen neuen Blogbeitrag, dafür versuche ich meine erlebte LBM für euch sobald wie möglich niederzuschreiben.
Ich wünsche euch eine schöne Woche und bis dahin!

Eure Lucia

Sonntag, 6. März 2016

Fotoshooting

Besser spät als nie, gell? Also kommt heute Abend mein Blogeintrag. Aus der Woche gibt es buchtechnisch nicht viel zu vermelden, da alles entweder geheim ist oder noch nicht in trockenen Tüchern - dann redet man bekanntlich ja nicht drüber. Laut Aberglaube bringt das schließlich Unglück.

Mein erster Betaleser hat mir die Novelle mit dem Arbeitstitel "Brautsee" zurückgesendet und ich bin ausgesprochen zufrieden. Ich habe so ein großes Lob bekommen, dass ich wie ein Honigkuchenpferd vor mich hingegrinst habe. Schon fühle ich mich sicherer, das Manuskript beim Verlag abzugeben. Weicht von mir, Selbstzweifel, ich habe Verstärkung dabei! :)

Des Weiteren hatte ich heute ein kleines Fotoshooting zwecks neuer Autorenbilder - sowohl für mich als Lucia und mein Alter Ego. Und da ich euch das Ergebnis nicht vorenthalten will, gibt es hier ein Lucia-Bild. 

Na, was haltet ihr davon? Ich mag es sehr. So schön inkognito.

Ich hoffe, nächste Woche kann ich euch mehr berichten. Das war's hier erstmal von mir.
Ich wünsche euch einen wunderbaren Wochenstart morgen und bis Sonntag!
Eure Lucia